Al-Bari

Al-Bari

Der Gestalter ° Der Schaffende

Die Eigenschaft „Al-Bari“ beinhaltet die Vollkommenheit und Makellosigkeit der Gestaltung. Um euch dieses faszinierende Attribut Allah ta’alas näher zu bringen, möchte ich gerne – jeweils nur ganz kurz – auf ausgewählte Beispiele derjenigen Wunder im Koran eingehen, die nicht nur darlegen, wie beeindruckend die Schöpfung gestaltet ist, sondern auch noch einmal an die Perfektion, die Authentizität und das Wunder des Koran selbst erinnern, der vor über 1400 Jahren Schilderungen der Schöpfung lieferte, die die Wissenschaft heute als neue Erkenntnisse preist.

1. Der Urknall

Laut der Urknalltheorie war das gesamte Universum anfangs eine einzige Masse (ursprüngliche Nebula). Anschließend gab es einen Urknall (sekundäre Trennung), aus dem die Erschaffung der Galaxien resultierte, welche sich wiederum teilten, um Sterne, Planeten, die Sonne, den Mond, etc. zu formen.

„Sehen denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht, dass die Himmel und die Erde eine zusammenhängende Masse waren? Da haben Wir sie getrennt und aus dem Wasser alles Lebendige gemacht. Wollen sie denn nicht glauben?“

(Koran, Sure 21, Vers 30)

Zudem verweist Allah ta’ala in diesem Vers bereits darauf, dass alle Lebewesen aus Wasser geschaffen sind.

2. Die Schranke zwischen beiden Wassern

„Er ist es, Der den beiden großen Wassermassen freien Lauf lässt: Das eine ist süß und erfrischend, das andere salzig und auf der Zunge brennend. Und Er hat zwischen ihnen beiden ein trennendes Hindernis und eine verwehrte Absperrung errichtet.“

(Koran, Sure 25, Vers 53)

In diesem Koranvers ist die Rede von der Trennung zwischen Süß- und Salzwasser. Die beiden Wassermassen werden durch eine so genannte Pyknokline voneinander getrennt, d.h. dass die beiden voneinander getrennten Bereiche eine unterschiedliche Dichte haben, welche z.B. durch verschiedene Temperaturen oder Salzgehalte verursacht wird. Durch diese Unterschiede  in der Dichte vermengen sich die beiden Wassermassen nicht.

3. Die weibliche Biene

Besonders beeindruckend finde ich die Darstellung der Biene im Koran. An sich ist die Biene als Geschöpf schon ein Wunder an sich, subhanAllah. Wie mittlerweile bekannt ist, sind die Arbeiterbienen im Bienenvolk weibliche Wesen. Lange Zeit ging man davon aus, sie seien männlich. Faszinierend ist, dass im Koran gegenüber der Arbeiterbiene der Imperativ für ein weibliches Wesen verwendet wird (nämlich mit i-Endung), obwohl in diesen Versen grammatisch die männliche Form für „Biene“ (nämlich „nahl“, nicht „nahla“) genutzt wird.

„Und dein Herr hat der Biene eingegeben: ‚Nimm [اتخذي] dir in den Bergen Häuser, in den Bäumen und in dem, was sie an Spalieren errichten. Hierauf iss [كلي] von allen Früchten, ziehe [فاسلكي] auf den Wegen deines Herrn dahin, die dir geebnet sind.‘ Aus ihren Leibern kommt ein Getränk von unterschiedlichen Farben, in dem Heilung für die Menschen ist. Darin ist wahrlich ein Zeichen für die Leute, die nachdenken.“

(Koran, Sure 16, Verse 68-69)

Mit dem heilbringenden Getränk, welches hier genannt wird, ist natürlich der Honig der Bienen gemeint.

Es gibt noch so viele weitere unglaubliche Wunder im Koran, die mich immer wieder faszinieren. InschaAllah werde ich die Liste bei der Erläuterung weiterer angemessener Namen Allah ta’alas fortsetzen.

Indem wir unser Wissen über die Schöpfung erweitern, folgen wir nicht nur dem islamischen Anspruch uns zu bilden, sondern wir kommen auf diesem Wege Allah auch dadurch näher, da wir auf diese Weise – einmal mehr – die überwältigende Konstruktion dieser Welt(en) annähernd begreifen können. SubhanAllah. Er ist der Schaffende, der Gestalter der unglaublichsten Dinge.

In Bewunderung,

° eure Schwester °

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