Ar-Rafi'

Ar-Rafi‘

° Der Emporhebende °

137. Und Wir gaben dem Volk, das für schwach galt, die östlichen Teile des Landes zum Erbe und die westlichen Teile dazu, die Wir gesegnet hatten. Und das gnadenvolle Wort deines Herrn ward erfüllt an den Kindern Israels, weil sie standhaft waren; und Wir zerstörten alles, was Pharao und sein Volk geschaffen und was an hohen Bauten sie erbaut hatten;

138. Wir brachten die Kinder Israels über das Meer; und sie kamen zu einem Volk, das seinen Götzen ergeben war. Sie sprachen ,O Musa, mache uns einen Gott, wie diese hier Götter haben.’ Er sprach: ,Ihr seid ein unwissendes Volk.

139. Diese hier aber – zertrümmert wird das werden, worin sie sind, und eitel wird all das sein, was sie tun.’

140. Er sprach: ,Soll ich für euch einen anderen Gott fordern als Allah, obwohl Er euch erhöht hat über die Völker?’

141. Und (gedenket der Zeit) da Wir euch erretteten vor den Leuten Pharaos, die euch mit bitterer Qual bedrückten, eure Söhne hinmordeten und eure Frauen verschonten. Und hierin ward euch eine große Gnade von eurem Herrn.

142. Alsdann gaben Wir Musa eine Verheißung von dreißig Nächten und ergänzten sie mit zehn. So war die festgesetzte Zeit seines Herrn vollendet – vierzig Nächte. Und Musa sprach zu seinem Bruder Harun: ,Vertritt mich bei meinem Volk und führe (es) richtig und folge nicht dem Pfade derer, die Unfrieden stiften.’

143. Und als Musa zu Unserem Stelldichein kam und sein Herr zu ihm redete, da sprach er: ,Mein Herr, zeige (Dich) mir, auf dass ich Dich schauen mag.’ Er antwortete: ,Nimmer siehst du Mich, doch blicke auf den Berg; wenn er unverrückt an seinem Ort bleibt, dann sollst du Mich schauen.’ Als sein Herr Sich auf dem Berg offenbarte, da brach Er diesen in Stücke, und Musa stürzte ohnmächtig nieder. Und als er zu sich kam, sprach er: ,Heilig bist Du, ich bekehre mich zu Dir, und ich bin der erste der Gläubigen.’

144. Er sprach: ,O Musa, Ich habe dich erwählt vor den Menschen durch Meine Sendung und durch Mein Wort. So nimm denn hin, was Ich dir gegeben, und sei einer der Dankbaren.’

145. Wir schrieben für ihn auf die Tafeln über jegliches Ding – eine Ermahnung und eine Erklärung von allen Dingen: ,So halte sie fest und heiße dein Volk das Beste davon befolgen. Bald werde Ich euch die Stätte der Frevler zeigen.’

146. Abwenden aber will Ich von Meinen Zeichen diejenigen, die sich hoffärtig im Lande gebärden wider alles Recht; und wenn sie auch alle Zeichen sehen, so wollen sie nicht daran glauben; und wenn sie den Weg der Rechtschaffenheit sehen, so wollen sie ihn nicht als Weg annehmen; sehen sie aber den Weg des Irrtums, so nehmen sie ihn als Weg an. Dies, weil sie Unsere Zeichen als Lüge behandelten und ihrer nicht achteten.

147. Die Unsere Zeichen und die Begegnung des Jenseits leugnen, ihre Werke sind eitel. Können sie belohnt werden außer für das, was sie tun?

148. Das Volk Musa’ machte, indes er fern war, aus seinen Schmucksachen ein blökendes Kalb – ein Bildwerk. Sahen sie denn nicht, dass es nicht zu ihnen sprach noch sie irgend des Weges leitete? Sie nahmen es sich, und sie wurden Frevler.

149. Als sie dann von Reue erfasst wurden und einsahen, dass sie wirklich irregegangen waren, da sprachen sie: ,Wenn Sich unser Herr nicht unser erbarmt und uns verzeiht, so werden wir ganz gewiss unter den Verlorenen sein.’

150. Als Musa zu seinem Volke zurückkehrte, zornig und bekümmert, da sprach er: ,Schlimm ist, was ihr in meiner Abwesenheit an meiner Stelle verübtet. Wolltet ihr den Befehl eures Herrn beschleunigen?’ Und er warf die Tafeln hin und packte seinen Bruder beim Kopf, ihn zu sich zerrend. Er (Harun) sprach: ,Sohn meiner Mutter, siehe, das Volk hielt mich für schwach, und fast hätten sie mich getötet. Drum lasse nicht die Feinde über mich frohlocken und schlage mich nicht zum Volk der Ungerechten.’

151. Musa sprach: ,Mein Herr, vergib mir und meinem Bruder und gewähre uns Zutritt zu Deiner Barmherzigkeit, denn Du bist der barmherzigste der Erbarmer.’

152. Die nun das Kalb sich nahmen, die wird der Zorn ihres Herrn ereilen und Schmach im Leben hienieden. Also lohnen Wir denen, die Lügen erdichten.

153. Die aber Böses taten und darauf bereuten und glaubten – wahrlich, dein Herr ist hernach allverzeihend, barmherzig.

154. Und als sich Musa’ Zorn besänftigt hatte, nahm er die Tafeln, und in der Schrift darauf war Führung und Barmherzigkeit für jene, die ihren Herrn fürchten

155. Da erwählte Musa aus seinem Volk siebzig Männer für das Stelldichein mit Uns. Doch als das Erdbeben sie ereilte, sprach er: ,Mein Herr, hättest Du es gewollt, Du hättest sie zuvor vertilgen können und mich ebenfalls. Willst Du uns denn austilgen um dessentwillen, was die Toren unter uns getan? Dies ist nur eine Prüfung von Dir. Damit erklärst Du den zum Irrenden, wen Du willst; und weisest den Weg, wem Du willst. Du bist unser Beschützer, so vergib uns denn und erbarme Dich unser, denn Du bist der beste der Verzeihenden.

156. Und bestimme für uns Gutes in dieser Welt sowohl wie in der künftigen, denn zu Dir haben wir uns reuig gekehrt.’ Er antwortete: ,Ich treffe mit Meiner Strafe, wen Ich will; doch Meine Barmherzigkeit umfaßt jedes Ding; so werde Ich sie bestimmen für jene, die recht handeln und die Zakat zahlen und die an Unsere Zeichen glauben.’“

(Koran, Sure 7, Verse 104-156)

Allah ta’ala lässt Wasser durch Verdunstung hochsteigen und hohe Wolken bilden und lässt durch das Beben der Erde das hochholen, was tief in ihr lag. Er ist der Emporhebende.

Und ebenso wurde der Prophet Musa (a) und die anderen Propheten (s) emporgehoben und gesegnet durch ihre Auszeichnungen.

Möge Allah ta’ala uns zu denjenigen gehören lassen, die eines Tages zu Ihm emporgehoben werden.

Ich liebe euch für Allah ta’ala!

° Eure Schwester °

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